Die Sandflitzer

Die Kindergruppe mit selbstgebastelten Mobiles aus Naturmaterialien

Aus der Kindergruppe hat sich seit dem Start im Februar ein quirliges Projekt entwickelt.

Seit  kurzem ist die Gruppe auch nicht mehr namenlos, die Kinder haben sich selbst einen Namen gewählt – wir stolperten im Naturschutzgebiet darüber, denn dort lebt der sog. „Sandflitzer“, ein schillernd grüner Laufkäfer, der allen auf Anhieb gut gefiel und dessen Name auch einfach perfekt zu unserer Gruppe passt.

Seit dem Frühjahr haben wir ein sehr abwechslungsreiches Programm gehabt, zum Thema Boden wurden Bodenlebewesen erforscht, mit Regenwürmern experimentiert und die Beschaffenheit des Bodens untersucht. Wer hätte gedacht, dass Regenwürmer so gut riechen können und Ihnen Essig überhaupt nicht schmeckt…

Auch das Thema Wasser sorgt immer für große Begeisterung bei den Kindern, vor kurzem haben wir ein paar Teiche im Wald erforscht und dabei neben Wasserschnecken und Libellenlarven sogar  etliche Molche entdeckt. Und da wir Wasser so mögen, macht uns auch Regenwetter überhaupt nichts aus, dann hüpfen wir Pfützen leer, bauen Dämme und Kanäle und es gibt eine herrliche Matscherei.

Oft haben wir also ein festes Tagesthema, aber es gibt auch Termine, an denen wir einfach so durch den Wald streifen, Brücken über Bäche bauen, über Baumstämme klettern und Häuser oder einen Unterschlupf für uns herrichten. Dann ist es jedes Mal eine Freude zu sehen, mit welcher großen Begeisterung und Fantasie die Kinder ihren „Naturspielplatz“ bespielen und welch soziales und harmonisches Miteinander innerhalb der Gruppe herrscht.

Besonders den Mädchen liegt auch das Kreative am Herzen und so haben wir z. B. schon auf den Wegen des Naturschutzgebietes Mandalas aus Naturmaterialien gelegt und gespannt beobachtet, wie die vielen Spaziergänger unsere Kunstwerke bestaunten.

Ein besonderes Highlight war unser Ausflug zur Streuobstwiese im April, wo wir gemeinsam mit den Eltern sowie Ursula und Norbert Grasse viel Spaß hatten beim Erkunden der Wiese und ihren vielfältigen Bewohnern. Mit einigem Stolz durfte sich jedes Kind zum Abschluss seinen eigenen Lieblingsbaum auswählen und mit seinem Namen versehen. Die meisten Kinder waren an unserem  Sommerfest Ende Juli ein bisschen traurig, dass nun die lange Sommerferienpause folgt, aber im September werden wir uns alle wiedersehen und uns mit Begeisterung  auf all das stürzen, was uns der bunte Herbst an Möglichkeiten bietet.

Melanie Ehmisch-Feick