Einer unser Tätigkeitsschwerpunkte ist die Pflege des Feuchtbiotops um die Dornäcker-Weiher bei Eckenhaid.

Die beiden Dornäcker-Weiher sind zwei ehemalige Fischteiche, die durch einen naturbelassenen Bachlauf verbunden sind. Der untere Weiher, den wir schon seit fast 20 Jahren pflegen, hat sich inzwischen zu einem naturnahen Waldweiher entwickelt. Großflächig mit Rohrkolben bewachsen bietet er Lebensraum für seltene Tierarten wie z.B. diverse Amphibien und den Eisvogel.

Der obere Teich, von uns erst vor kurzem übernommen, wurde zur Reinigung der Drainagewässer der umliegenden Felder und Wiesen aufgestaut. Trotz stark wechselndem Wasserstand versorgt dieser Weiher den Bachlauf ständig mit fließendem Wasser.

Zu unserer Fläche gehört außerdem ein Quellgebiet mit Erlenbestand.

Das Gelände wird von Hecken und einem alten Eichen-Waldbestand im Nordwesten eingesäumt.

Die Verbindung von Fließ- und Stillgewässern, Feuchtgebiet, Hecken und trockenen Bereichen stellt somit einen idealen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten mit unterschiedlichsten Lebensraumansprüchen dar.

Feldhecken als Trittsteine für die Artenvielfalt

Die meisten Gartenbesitzer pflegen eine Hecke, häufig aus streng geschnittenen Thujen oder Liguster, um ihr Grundstück vor den Blicken der Nachbarn oder vor Eindringlingen zu schützen.
Auch die Feldhecken, die unsere fränkische Kulturlandschaft beleben und gliedern, wurden ursprünglich von den Bauern zum Schutz angelegt. In den Feldhecken wachsen aber ausschließlich heimische Wildsträucher und bieten deshalb zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.
Als sogenannte Linienbiotope erfüllen sie wichtige Funktionen für die Biodiversität und Vernetzung von Biotopen in intensiv genutzten Agrarlandschaften. Feldhecken bieten bis auf wenige Ausnahmen dem gesamten Artenspektrum der heimischen Wildgehölze Platz und Lebensraum in unserer Landschaft.
Die hier lebenden Tiergruppen bilden ganze Lebensgemeinschaften. An den Pflanzen der Hecke finden viele Insekten, wie Tag- und Nachtfalter, Käfer, Honig- und Wildbienen und Hummeln Nahrung und Wohnung.
Die Fruchtfresser unter den Vögeln, wie z.B. Finken, Drosseln und Rabenvögel ernähren sich von den Früchten der Gehölze und tragen zu deren Verbreitung bei. In den dornigen Strauchhecken leben Goldammer, Dorngrasmücke und Neuntöter. Rebhühner suchen den Schutz von Hecken in unseren ausgeräumten Landschaften.
Unter den Reptilien sind Blindschleiche und Zauneidechse Heckenbewohner.
Igel und Spitzmäuse ernähren sich von Schnecken, Insekten und Lurchen. Auch für Feldhase und Reh bietet der Saum von Hecken Schutz und Futterplatz.

Heutzutage ist eine Hecke für viele Landwirte nur lästig und scheint Platz zu beanspruchen, der für dieLandwirtschaft verloren geht. So war in der Flur des Eckentaler Ortsteils Eckenhaid zu beobachten, dass ein Landwirt im Vorfrühling 2018 mit der Fräse die Büsche am Wegrand verstümmelt hat. Der Hopfenanbau, früher ein prägendes Erscheinungsbild auf den Fluren der Eckentaler Ortsteile, befindet sich offensichtlich wieder im Aufwind. Das ist eigentlich aus Naturschutzsicht erfreulich, da überwiegend im Bioanbau, darf aber nicht zur Rodung von Feldhecken führen. Es gibt auch positive Beispiele, wie die Hecke am Nordrand des Eckenhaider Schlosses, die auch in der amtlichen Biotopkartierung erfasst ist. Offensichtlich ist Traditionsbewusstsein und Aufgeschlossenheit gegenüber der Natur der beste Garant für den Erhalt eines Heckenbiotops.

Die Ortsgruppe Eckental hat auch die Pflege solcher Heckenbiotope übernommen. So kümmert sie sich um die Hecke entlang des Feldwegs unterhalb des Eckerbergs unentgeltlich für die Gemeinde und hat auch schon (teilweise mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken) Obstbäume nachgepflanzt.