Die Seelöcher

Lage der Seelöcher, Open Streetmap
Lage der Seelöcher, Detail, Open Streetmap
Kartenmaterial: © OpenStreetMap contributors

Die Erlanger Kreisgruppe pflegt und betreut über dreißig Biotope. Einige davon werden nur beobachtet, während ein gutes Dutzend regelmäßige Pflegemaßnahmen benötigt. Die Seelöcher am Rand des Regnitztals bei Alterlangen zählen zu den größten zusammenhängenden  Flächen.

Früher kennzeichneten das Gebiet mehrere Wasserlöcher, die ihm den Namen gaben. Sie wurden im Laufe des letzten Jahrhunderts verfüllt, um Grünland zu gewinnen.

Die damalige BN-Tümpelgruppe hatte bereits 1983 das Grundwasser freigelegt und durch acht Kleingewässer mit standorttypischer Bepflanzung das Gebiet renaturiert. Eine Infotafel weist auf die ökologischen Besonderheiten hin und kann bequem mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen soll das Gebiet nicht betreten werden.

Kopfweide an den Seelöchern

Über 70 Vogelarten lassen sich an den Seelöchern als Brutvögel, Durchzügler oder Nahrungsgäste beobachten. Auch die Erlanger Störche, Graureiher und Eisvögel sind hier anzutreffen. Für Zugvögel sind die Seelöcher ein wichtiger Rastplatz.

Allerdings sind in diesem Biotop, das die Kreisgruppe von der Stadt Erlangen gepachtet hat, zum Erhalt des ökologischen Wertes in gewissen Abständen Pflegemaßnahmen nötig. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken wurden zwei der größeren Tümpel mit Hilfe eines Baggers von einer Schlammschicht befreit, die sich im Laufe der Zeit gebildet hatte. Außerdem müssen regelmäßig überalterte Gehölze auf den Stock gesetzt und somit zur Bildung junger Triebe angeregt werden. Der Rückschnitt von Gehölzen am Rand der Tümpel soll außerdem durch mehr Sonnenlicht und weniger Laubeintrag zur Verbesserung der Wasserqualität führen.

Biberburg an den Seelöchern II
Biberburg an den Seelöchern
An den Seelöchern 2015
An den Seelöchern 2015
An den Seelöchern 2015
An den Seelöchern 2015