Frühlingsgefühle bei den Amphibien – Die Wanderung der Kröten

Seit vielen Jahren kämpfen Naturschützer gegen das Sterben der Amphibien auf unseren Straßen. Nach den ersten warmen Tagen, wenn die Nächte frostfrei sind, machen sich Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere dann massenweise auf Wanderschaft. Auf dem Weg zu den Laichgewässern droht ihnen aber der Tod, wenn eine Straße ihren Weg kreuzt. Jedes Jahr retten ca. 6.000 freiwillige Helfer bis zu 700.000 Amphibien, indem sie sie sicher über diese Straßen bringen.

So waren ab Anfang April 2019 auch viele ehrenamtliche Mitglieder der Ortsgruppen Baiersdorf und Erlangen auf der Strecke zwischen Atzelsberg und Rathsberg im Einsatz, um die dort wandernden Amphibien, meist Erdkröten, zu retten. In festen Diensten suchten sie am frühen Morgen und späten Abend auf der Straße,vor und hinter dem Zaun und besonders in den eingegrabenen Eimern nach den amphibischen Wanderern und brachten sie sicher über die Straße zu ihrem Laichgewässer, einem nahegelegenen Weiher.

In dieser Wandersaison waren allerdings viele Helfer erschrocken, wie wenige Kröten in diesem Jahr eingesammelt werden konnten. Waren es im letzten Jahr noch 542 Kröten, konnten in diesem Jahr nur 195 Tiere gezählt werden. Das ist ein erschreckender Rückgang der Amphibienzahlen, der zudem bayernweit beobachtet wird. Möglicherweise könnte die Dürre 2018 für den Einbruch der Population verantwortlich sein. Allerdings sind die Gründe eher vielfältig. So werden unter anderem auch die globale Klimaerwärmung, der Verlust an Lebensraum und der Einfluss von Pestiziden als mögliche Ursachen für das Verschwinden der Amphibien diskutiert.

Helfer gesucht!

Auch im nächsten Jahr werden wir diese Aktion durchführen und würden uns sehr freuen, wenn auch Sie und ihre Kinder zu aktiven Krötenrettern werden.

Jutta Ries, BN Ortsgruppe Baiersdorf